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Buchvorstellung & Gespräch mit Jan Brandt zu seinem neuen Roman »Ein Haus auf dem Land / Eine Wohnung in der Stadt«

Jan Brandt
Jan Brandt: »Ein Haus auf dem Land / Eine Wohnung in der Stadt«

Montag, 24.06.2019

20:00 Uhr, TTZ (Technologie- und Tagungszentrum), Softwarecenter 3 / Frankfurter Str., 35037 Marburg

Karten gibt es an der Abendkasse für 6.- bzw. 3.- ermäßigt

Worum geht es?

Ein Haus auf dem Land

Als er in Berlin auf Wohnungssuche ist, erfährt Jan Brandt, dass das Haus seines Urgroßvaters in seinem ostfriesischen Heimatdorf Ihrhove kurz vor dem Abriss steht. Der Eigentümer, ein Bauunternehmer, sieht keinen Grund, das Alte zu erhalten, wo sich durch etwas Neues der Gewinn um ein Vielfaches steigern lässt. Jan Brandt droht der Verlust der Heimat – und er nimmt den Kampf auf, um den Gulfhof zu retten, das Symbol seiner Herkunft.

Eine Wohnung in der Stadt

Berlin hat sich verändert. Das bekommt Jan Brandt, der sich Ende der Neunzigerjahre vor der Provinz dorthin geflüchtet hatte, am eigenen Leib zu spüren – ihm droht der Rauswurf aus der Mietwohnung. Grund: Anmeldung von Eigenbedarf. Er begibt sich auf die Suche nach einem neuen Ort, an dem er bleiben kann, einer neuen Heimat. Und muss feststellen, dass sich die einstige antikapitalistische Utopie in eine Schlangengrube verwandelt hat, in der die Mieter nahezu alles für eine bezahlbare Wohnung tun würden – und müssen.

Zum Autor:
Jan Brandt, geboren 1974 in Leer (Ostfriesland). Sein Roman »Gegen die Welt« (DuMont 2011) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und wurde mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. Bei DuMont erschienen außerdem »Tod in Turin« (2015), »Stadt ohne Engel« (2016), »Der magische Adventskalender« (2018) und im Mai 2019 »Ein Haus auf dem Land / Eine Wohnung in der Stadt«

»Jan Brandts enorm kluges, genau beobachtetes, todtrauriges, superlustiges und überwältigend anregendes Buch ist […] das Buch der Stunde. Es ist der ultimative Heimatroman – ohne ein Roman zu sein. Denn es ist eine Kunstform eigener Art, ein mitreißendes Amalgam aus Essay, »Jan Brandts enorm kluges, genau beobachtetes, todtrauriges, superlustiges und überwältigend anregendes Buch ist […] das Buch der Stunde. Es ist der ultimative Heimatroman – ohne ein Roman zu sein. Denn es ist eine Kunstform eigener Art, ein mitreißendes Amalgam aus Essay, Reportage, Fotoalbum, Tagebuch und Familienchronik.«

Gerhard Matzig, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Kulturelle Aktion Marburg - Strömungen e.V.
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