Lesung mit Diskussion

Hans Christoph Buch
Hans Christoph Buch stellt sein Buch "Boat People. Literatur als Geisterschiff" vor

Mittwoch, 25.06.2014

20:00 Uhr Historischer Rathaussaal Marburg, Markt 1 35037 Marburg

Eintritt: 6 Euro, 3 Euro ermäßigt

Der Berliner Schriftsteller Hans Christoph Buch hat sich einen Essay zum
70. Geburtstag am 13. April 2014 geschenkt: Eine virtuelle
Poetikvorlesung und zugleich ein wenig bekanntes Kapitel der
Literaturgeschichte. Von Sindbad und Wilhelm Hauff über Heinrich Heine
und Richard Wagner bis zu Franz Kafka und Thomas Mann reicht das
Seemannsgarn, das der Autor spinnt. Und weiter von B. Traven über H. M.
Enzensberger und Peter Weiss zu Günter Grass: Der Beweis dafür, dass
Boat People nicht nur im englischen Sprachraum vorkommen - wie bei Poe,
Melville und Joseph Conrad -, sondern dass es auch in der deutschen
Literatur eine Flotte steuerlos herumirrender Geister- und Totenschiffe
gibt: Eine Tradition, die H.C. Buch, selbst ein großer Reisender vor dem
Herrn, aus nachvollziehbaren Gründen fasziniert.

Kurrzbiografie der Frankfurter Verlagsanstalt:

Hans Christoph Buch, Erzähler, Essayist und Reporter, geboren 1944 in
Wetzlar, nimmt bereits kurz nach dem Abitur an Treffen der Gruppe 47
teil und wird Stipendiat am Literarischen Colloquium Berlin. Das Studium
der Germanistik und Slawistik an der TU Berlin mündet 1972 in einer
Promotion zur "Beschreibungsliteratur und ihren Kritikern" bei Walter
Höllerer. Darauf folgen zahlreiche Lehr- und Schreibaufträge an den
Universitäten Deutschlands und der Welt. Buch wird 1984 vom
französischen Kulturminister zum 'Officier de l'Ordre de l'Art et des
Lettres" ernannt, hält 1990 die Poetikvorlesung an der
Goethe-Universität in Frankfurt zur "Poetik des kolonialen Blicks". 2004
erhält er den Preis der Frankfurter Anthologie, 2011 den
Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen. Heute lebt Buch, wenn er nicht
auf Reisen ist, in Berlin.

Zu den zahlreichen literarischen wie essayistischen Veröffentlichungen
Buchs gehört eine Romantrilogie über Haiti, wo sein Großvater sich vor
hundert Jahren als Apotheker niederließ, sowie Reportagen aus Kriegs-
und Krisengebieten, die unter dem Titel Blut im Schuh in der "Anderen
Bibliothek" erschienen sind. In der FVA wurden bisher die Novelle Tod in
Habana (2007) sowie die Romane Reise um die Welt in acht Nächten (2009)
und Baron Samstag oder Das Leben nach dem Tod (2013) veröffentlicht.

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