Joachim Kersten und Stephan Opitz lesen aus dem Briefwechsel

Der große Kritiker und der große Lyriker
Marcel Reich-Ranicki und Peter Rühmkorf

Dienstag, 09.06.2015

20:00 Uhr Technologie- und Tagungszentrum Marburg, Softwarecenter 3, 35037 Marburg. Tel.: (0 64 21) 205-160.

Eintritt: 6 Euro, 3 Euro ermäßigt.

287 Briefe schrieben sich Peter Rühmkorf und Marcel Reich-Ranicki. 1973 übernahm Reich-Ranicki das Ressort Literatur und literarisches Leben in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und rief ein Jahr später die Frankfurter Anthologie ins Leben, die er bis zu seinem Tode betreute. Damit setzte er Maßstäbe im deutschsprachigen Feuilleton. Zu den bedeutenden Autoren, die Reich-Ranicki für die Mitarbeit in der FAZ gewann, zählte Peter Rühmkorf – er schrieb für die Zeitung von 1974 bis 2006.

Es geht in diesem Briefwechsel um die Arbeit – Arbeit mit Büchern, Themen, Texten. Und es geht um Literaturgeschichte und auch Politik der alten Bundesrepublik und ihres Wandels nach 1989. Rühmkorf kündigte krachend die Arbeitsbeziehung 1995 wegen Reich-Ranickis Umgang mit dem Roman »Ein weites Feld« von Günter Grass. Nach 5 Jahren versöhnten sie sich – sie wussten beide, was sie voneinander halten sollten und wollten. Beide sind glänzende Briefeschreiber, egal worüber sie sich gerade austauschen oder worüber sie sich beim jeweils anderen beschweren, beklagen, egal ob sie loben oder schimpfen.

Vorgestellt wird der bereits vielfach positiv besprochene Band:

Marcel Reich-Ranicki/Peter Rühmkorf: Der Briefwechsel. Hrsg. von Christoph Hilse und Stephan Opitz. Wallstein, Göttingen 2015. 335 Seiten, 22,90 €.

Moderation: Jan Süselbeck. Lesung und Diskussion von und mit Joachim Kersten und Stephan Opitz.

Veranstalter: Marburger Literaturforum e. V., Strömungen e. V. und die Buchhandlung Roter Stern.

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